Deutschland

Whisk(e)y kommt meist aus Schottland, Irland, USA und vielleicht noch Japan. Aber was ist mit Whisky aus Deutschland?

Erste Erwähnungen von Whiskys in Deutschland finden sich bereits im 17. Jahrhundert. Einen ersten richtigen Boom erlebte Whisky in Deutschland erst nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Amerikaner und Briten sorgen dafür und machten die Spirituose hierzulande bekannt. Damals kommt der Red Fox (später umbenannt in Racke Rauchzart) auf den Markt - ein deutscher Blend, gewissermaßen ein Hybrid, hergestellt aus schottischen Malt Whiskys und deutschem Kornbrand. Eine Erfolgsgeschichte, die bis heute andauert.

1983 wird dann der erste deutsche Malt Whisky produziert. Der Stammvater des ersten deutschen Single Malts ist der Franke Robert Fleischmann. Die Destillerie Blaue Maus ist heute weltbekannt und seit 2012 auch mit dem typischen Dach im Pagodenstil versehen.
Mit der seit der Jahrtausendwende weltweit steigenden Nachfrage nach Single Malts wächst auch die Zahl der deutschen Destillerien deutlich. Derzeit gibt es rund 60 deutsche Whisky-Brennereien.

Ein Unterschied zwischen deutschem und schottischen Whisky ist die Bandbreite: Schottland ist bekannt und berühmt für seine Single Malts, also Whiskys, die aus Gerstenmalz gebrannt werden. In Deutschland gibt es dagegen ein weit gestreutes Spektrum. Neben Whiskys aus Gerste gibt es auch Grains, Ryes und sogar Dinkel- und Weizenwhiskys.